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Ein Zwischenruf, 06.04.2011
Seien wir realistisch. Natürlich kann das Projekt 'Neue Mitte' noch platzen. Derzeit läuft augenscheinlich immer noch ein kaufmännisches Pokerspiel. Aber davon mal ganz abgesehen: Nach den Reaktionen in Leserbriefen zu urteilen, ist die bisherige 'Geschichte' der Neuen Mitte ein Paradebeispiel dafür, welches Schicksal neue Ideen in Warstein erleiden. Nach anfänglicher Euphorie wird alles kaputt geredet, solange mit Bedenken und negativen Gerüchten belegt, bis das Projekt geplatzt ist. Unweigerlich stellt man sich Fragen wie "Ist der Widerstand gegen Neues in der warsteiner Bevölkerung genetisch festgelegt?" Gehört ‚Nein sagen' zur allgemeinen, immer destruktiv gestimmten Grundhaltung in diesem Ort?"
Ich kann und will das nicht glauben.
Die Menschen in Warstein sind nicht anders als die Menschen anderswo. Aber vielleicht hat man im Laufe der Jahre oder Jahrzehnte verlernt zu träumen. Verlernt sich vorzustellen, in einer wundervollen, lebens- und liebenswerten Stadt zu leben. Einer Stadt auf der Höhe der Zeit, attraktiv und dynamisch. Oder hat es Ihnen vielleicht die Politik im Laufe der Jahre konsequent ausgetrieben?
Die Verantwortlichen im Rathaus müssten längst erkannt haben, dass es an Ihrer Informationspolitik, an Ihrer mangelnden Offenheit liegt, wenn Gerüchte ins Kraut schießen. Wenn Stimmungen kippen, Pläne platzen.
Es reicht nicht, eine Stadt zu verwalten. Man muss das Unmögliche anstreben, damit das Mögliche Wirklichkeit wird.
Von Friedensreich Hundertwasser stammt das Zitat: "Wenn einer träumt, ist es ein Traum. Wenn viele träumen, ist es der Anfang der Wirklichkeit." Deshalb liebe Warsteiner und Warsteinerinnen: Beginnt Euch Eure Stadt zu träumen, sie Euch in den schönsten Farben auszumalen! Ein tolles Stadtzentrum inklusive! Psychologen postulieren schon lange, dass es so etwas wie ein kollektives Bewusstsein gibt. Also: Mit vereinten Kräften schaffen wir das! Der Funke springt über. Die Träume initiieren Taten! Und Taten schaffen Realitäten!
Auch die Politik wird erkennen, dass es nur mit einem positiven Blick auf die Zukunft gelingt, Warstein zukunftsfähig zu machen. Eine Kommune, die zu allem Nein sagt, verliert ihren Wohlstand und Ihre Zukunft. Vor allem aber muss sie uns, die Bürger und Bürgerinnen informieren, uns mitnehmen auf dem Weg in eine bessere Zukunft!
Wolfgang G. Schneider
Vorsitzender des CDU Stadtverbandes Warstein
© CDU Warstein
Fliegende Steine und ihr Ende?
Es ist wirklich hanebüchen, was die Fa. Brühne sich da gleistet hat! Es fliegen - wieder einmal - die Steine und Herr Brühne braucht ganze drei Wochen bis er sich bei der warsteiner Bevölkerung entschuldigt! Unfassbar.
Ich kann nur den Ratsbeschluss, alles zu versuchen, der Fa. Brühne die Betriebsgenehmigung zu entziehen, begrüßen. Im besten Fall kann man davon ausgehen, dass die Fehlsprengung auf den Druck von Lieferverpflichtigungen zurückgeht. Wahrscheinlicher scheint mir, dass das Handeln der Verantwortlichen von einer gewissen Gleichgültigkeit, wenn nicht von grenzenloser Rücksichtlosigkeit geprägt ist. Soweit ich das überblicken kann, gingen und gehen die großen Probleme mit der Steinindustrie auf das Konto der Fa. Brühne: Fehlsprengungen, Sonntagsverladungen, Antrag auf Abbau unter der Grundwasserlinie, etc. etc..
Ich nehme Herrn Brühne auch nicht ab, nicht gewusst zu haben, auf städtischem Boden zu sprengen. Schlichte Dreistigkeit scheint hier eher im Spiel zu sein.
Aber nur zu. Den Ast, auf dem die Fa. Brühne sitzt, hat sie kräftig angesägt.
Herzlichst
Wolfgang G. Schneider
Vorsitzender des CDU Stadtverbandes Warstein
Die Neue MitteWasch mich! Aber mach mich nicht nass!?
Warstein hat einen neuen Aufreger: Die Neue Mitte. Ganz intensiv wird die Zukunft unseres Rathauses diskutiert.
Bevor wir uns weiter aufregen, sollten wir aber das Ergebnis der derzeitigen Plan- und Pokerspiele abwarten. Denn weiter ist das Projekt noch nicht.
Wenn die Stadt nicht möchte, dass die Gerüchte weiter ins Unkraut schießen, muss sie informieren und nicht über die Menschen schimpfen, die sich Sorgen machen. Ein anhaltendes Informationsvakuum wird dazu führen, dass dieses zukunfstweisende Projekt kaputt diskutiert wird und ruckzuck bei den Menschen 'unten durch' ist.
Natürlich müssen Rat und Stadt ein Auge auf die Umsetzung haben. Keiner will sich hinterher über eine eventuelle Bausünde oder gar über eine finanzielle Unüberlegtheit ärgern. Das Investitionsrisiko liegt aber in jedem Fall beim Investor. Der hat naturgemäß das größte Interesse an einem Erfolg.
Und das Rathaus: Es ist zu bezweifeln, dass Warstein noch einmal die Chance erhält, das Rathaus zu verkaufen. Hier kann nichts 'abgebrochen'werden, bevor der Kaufpreis fair ausgehandelt ist.
Wolfgang G.Schneider


